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Ballaststoffe: was sie sind, Arten, Bedarf, Quellen

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Fibre: what it is, types, intake and sources

Ballaststoffe sind nach dem Recht der Europäischen Union Kohlenhydratpolymere mit drei oder mehr Monomereinheiten, die im Dünndarm des Menschen weder verdaut noch absorbiert werden. Diese Polymere gelangen in den Dickdarm, wo Bakterien sie in unterschiedlichem Maß abbauen: einige Arten rasch und vollständig, andere, etwa Cellulose, nur schwach. Die wichtigsten Quellen für Ballaststoffe in der Ernährung sind Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Obst, Gemüse und Kartoffeln.[1][2][3][4]

Auf einen Blick

  • Ballaststoffe sind nach dem Recht der Europäischen Union Kohlenhydratpolymere mit drei oder mehr Monomereinheiten, die im Dünndarm weder verdaut noch absorbiert werden.
  • Die EFSA hält bei Erwachsenen eine Zufuhr von 25 g Ballaststoffen täglich für angemessen; die durchschnittliche Zufuhr Erwachsener in europäischen Ländern lag bei 16 bis 29 g täglich.
  • Die wichtigsten Quellen für Ballaststoffe in der Ernährung sind Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Obst, Gemüse und Kartoffeln.
  • Eine Metaanalyse von 64 Studien aus dem Jahr 2018 fand bei Ballaststoffinterventionen einen höheren Anteil von Bakterien der Gattung Bifidobacterium im Stuhl, aber keinen Unterschied bei der Alpha-Diversität.
  • Nach einer Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2015 können mit einer höheren Ballaststoffzufuhr krampfartige Schmerzen einhergehen; der Autor beschreibt die Einführung eines Präparats mit höchstens 3 bis 4 g täglich in der ersten Woche.

Ballaststoffe im EU-Recht: Definition, chemische Gruppen und Energiewert

Die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel ordnet den Ballaststoffen drei Klassen von Kohlenhydratpolymeren zu. Die erste Klasse sind essbare Polymere, die in Lebensmitteln, wenn diese verzehrt werden, auf natürliche Weise vorkommen. Die zweite Klasse sind essbare Polymere, die auf physikalische, enzymatische oder chemische Weise aus Lebensmittelrohstoffen gewonnen werden. Die dritte Klasse sind essbare synthetische Polymere. Für die zweite und dritte Klasse verlangt die Verordnung eine positive physiologische Wirkung, die durch allgemein anerkannte wissenschaftliche Nachweise belegt ist.[1]

Anhang XIV derselben Verordnung ordnet Ballaststoffen für die Berechnung des Brennwerts den Umrechnungsfaktor 8 kJ, also 2 kcal je Gramm, zu. Für Kohlenhydrate ohne mehrwertige Alkohole und für Eiweiß nennt er 17 kJ, also 4 kcal je Gramm.[1]

Das Gutachten der EFSA aus dem Jahr 2010 definiert Ballaststoffe als unverdauliche Kohlenhydrate zusammen mit Lignin. Dazu gehören Nicht-Stärke-Polysaccharide (Cellulose, Hemicellulosen, Pektine und Hydrokolloide, also Gummen, Schleimstoffe und Beta-Glucane), resistente Oligosaccharide, etwa Fructooligosaccharide (FOS) und Galactooligosaccharide (GOS), sowie resistente Stärke.[2]

Lösliche und unlösliche Ballaststoffe: Viskosität und Gelbildung

Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2015 über Ballaststoffpräparate beschreibt vier Eigenschaften, die nach dem Autor ihre klinische Wirkung bestimmen: Löslichkeit, Ausmaß und Geschwindigkeit der Fermentation, Viskosität und Gelbildung. Der Autor ist nach der Erklärung im Artikel Angestellter von Procter & Gamble, einem Unternehmen, das ein Ballaststoffprodukt vertreibt. Die Löslichkeit bestimmt, ob sich ein Ballaststoffpräparat in Wasser löst oder als unlösliche Partikel erhalten bleibt. Die meisten Ballaststoffarten sind weder ausschließlich löslich noch ausschließlich unlöslich.[3]

Einteilung der Ballaststoffe nach Löslichkeit, Viskosität und Fermentation mit Beispielen nach einer Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2015 über Ballaststoffpräparate.[3]
Gruppe Beispiele Eigenschaften
unlöslich, wenig fermentiert Weizenkleie löst sich nicht in Wasser, Bakterien bauen sie nur in geringem Umfang ab
löslich, nicht viskos, rasch fermentiert Inulin, Weizendextrin, Oligosaccharide, resistente Stärken löst sich ohne Anstieg der Viskosität, wird rasch und vollständig fermentiert, bei der Fermentation entsteht rasch Gas
löslich, viskos, gelbildend, fermentiert Beta-Glucane aus Hafer und Gerste, rohes Guarkernmehl löst sich und bildet ein viskoses Gel, zum Beispiel im Haferbrei
löslich, viskos, gelbildend, nicht fermentiert Psyllium bildet ein viskoses Gel, wird nicht fermentiert, es entsteht kein Gas, das Gel bleibt im gesamten Dickdarm erhalten

Die Viskosität hängt auch von der Verarbeitung ab. Durch Hydrolyse geht Guarkernmehl in eine nicht viskose Form über, die als teilweise hydrolysiertes Guarkernmehl verkauft wird.[3]

Ballaststoffe in Getreide, Hülsenfrüchten, Samen und Obst und angemessene Zufuhr von 25 g täglich

Die Datenbank USDA FoodData Central gibt für 100 g trockene Haferflocken, aus denen Haferbrei zubereitet wird, 10,1 g Ballaststoffe an und für 100 g entspelzte Gerste 17,3 g.[5]

Chiasamen enthalten 34,4 g Ballaststoffe und 17,8 g Alpha-Linolensäure, eine Omega-3-Fettsäure. Mandeln haben 12,5 g und Haselnüsse 9,7 g Ballaststoffe je 100 g. Himbeeren enthalten je 100 g außerdem 26,2 mg Vitamin C.[5]

Ballaststoffgehalt je 100 g Lebensmittel nach USDA FoodData Central und Anteil an der angemessenen Zufuhr von 25 g täglich nach der EFSA (Berechnung: g / 25).[5][2]
Lebensmittel Ballaststoffe (g je 100 g) Anteil an 25 g
Weizenkleie, roh 42,8 171 %
Chiasamen, getrocknet 34,4 138 %
Gerste, entspelzt 17,3 69 %
Mandeln 12,5 50 %
Kichererbsen, roh 12,2 49 %
Linsen, roh 10,7 43 %
Haferflocken, trocken 10,1 40 %
Haselnüsse 9,7 39 %
Himbeeren 6,5 26 %
Weizenvollkornbrot 6,0 24 %
Roggenbrot 5,8 23 %
Birnen 3,1 12 %
Brokkoli, roh 2,6 10 %
Balkendiagramm des Ballaststoffgehalts je 100 g Lebensmittel: Weizenkleie 42,8 g, Chiasamen 34,4 g, entspelzte Gerste 17,3 g, Mandeln 12,5 g, rohe Kichererbsen 12,2 g, rohe Linsen 10,7 g, trockene Haferflocken 10,1 g, Haselnüsse 9,7 g, Himbeeren 6,5 g, Weizenvollkornbrot 6,0 g, Roggenbrot 5,8 g, Birnen 3,1 g, roher Brokkoli 2,6 g.
Ballaststoffgehalt je 100 g von dreizehn Lebensmitteln nach der Datenbank USDA FoodData Central.[5]

Die EFSA hat für Ballaststoffe eine angemessene Zufuhr (AI) festgelegt. Als Kriterium wählte sie die Darmfunktion und hält eine Zufuhr von 25 g Ballaststoffen täglich für eine normale Darmentleerung bei Erwachsenen für angemessen. Für Kinder ab einem Jahr leitete sie eine angemessene Zufuhr von 2 g Ballaststoffen je Megajoule (MJ) der Energiezufuhr ab.[2]

Die durchschnittliche Ballaststoffzufuhr in europäischen Ländern lag nach Ernährungserhebungen bei 16 bis 29 g täglich bei Erwachsenen, 15 bis 30 g täglich bei Jugendlichen und 10 bis 20 g täglich bei Kindern unter 10 bis 12 Jahren. Bei Erwachsenen entsprach das 1,8 bis 2,9 g je MJ.[2]

Fermentation der Ballaststoffe im Dickdarm und Darmmikrobiota

Ballaststoff-Polysaccharide, die der Mensch nicht verdaut, werden von Darmmikroben verstoffwechselt. Dabei entstehen kurzkettige Fettsäuren (SCFA): Acetat, Propionat und Butyrat. Butyrat ist nach einer Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2017 die wichtigste Energiequelle für die Zellen der Darmschleimhaut. Im Darm werden 90 bis 99 % der SCFA absorbiert oder von der Mikrobiota verbraucht. Die sauren Produkte der Fermentation senken den pH-Wert im Dickdarm, was die Zusammensetzung der mikrobiellen Gemeinschaften beeinflusst.[4]

Nach einer Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2017 bauen Bakterien lösliche Arten wie kurzkettige FOS und Pektin bereits im Endabschnitt des Dünndarms (Ileum) und im aufsteigenden Dickdarm ab. Weniger lösliche Arten wie Cellulose können erst im Endabschnitt des Dickdarms teilweise fermentiert werden. Unlösliche Arten wie Cellulose werden von Darmmikroben nur schwach fermentiert, ihre Anwesenheit in der Nahrung beschleunigt jedoch die Darmpassage. Kurzkettige FOS werden innerhalb von 4 Stunden fermentiert, Zichorieninulin, ein langes lineares Fructan, erreicht den Höhepunkt der Fermentation 8 Stunden nach der Mahlzeit.[4]

Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2017 nennt die Definition von Präbiotika als selektiv fermentierte Bestandteile, die zu spezifischen Veränderungen in der Zusammensetzung oder Aktivität der Mikrobiota des Verdauungstrakts führen; die Definition verbindet dies mit einem Nutzen für die Gesundheit des Wirts. Die Reaktion der Mikrobiota hängt von der Dosis ab. In den in der Übersichtsarbeit zitierten Studien erhöhten 2,5 g kurzkettige FOS oder GOS täglich die Zahl der Bifidobakterien nicht, 10 g täglich erhöhten sie. Die Ergebnisse zum mikrobiellen Stoffwechsel waren sehr unterschiedlich, und dieselbe Ballaststoffart veränderte die SCFA-Konzentrationen je nach untersuchter Population.[4]

Eine systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse aus dem Jahr 2018 umfasste 64 Studien mit 2 099 gesunden Erwachsenen. Ballaststoffinterventionen führten im Vergleich zu Placebo oder ballaststoffarmer Kost zu einem höheren Anteil von Bakterien der Gattung Bifidobacterium (standardisierte Mittelwertdifferenz 0,64) und Lactobacillus (0,22) im Stuhl. Die höhere Butyratkonzentration im Stuhl (0,24; 95 % Konfidenzintervall 0,00 bis 0,47; P = 0,05) lag an der Grenze der statistischen Signifikanz. Kein Unterschied fand sich bei der Alpha-Diversität, bei den übrigen untersuchten Bakterien und bei den übrigen SCFA. Die Autoren halten fest, dass die Rolle einzelner Ballaststoffarten weiterer Forschung bedarf.[6]

Gase und Verdauungsbeschwerden bei höherer Ballaststoffzufuhr

Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2009 wertete 68 Studien und sechs Übersichtsartikel aus. Sie berichtet, dass schwer verdauliche Kohlenhydrate die Darmentleerung beeinflussen und Bauchbeschwerden, Blähungen und Durchfall verursachen können, vor allem bei höherer oder übermäßiger Zufuhr. Diese Reaktionen sind vorübergehend. Die Empfehlungen zur Ballaststoffzufuhr berücksichtigen nach Angabe der Autoren nicht die Gesamtzufuhr schwer verdaulicher Kohlenhydrate und nennen dafür keine Obergrenze mit Blick auf Verdauungsbeschwerden.[7]

Eine auf Kinder ausgerichtete Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2024 nennt die bei der Fermentation entstehenden Gase Wasserstoff, Kohlendioxid und Methan als Ursache von Verdauungsbeschwerden.[8]

Nach einer Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2015 können mit einer höheren Ballaststoffzufuhr Empfindungen von leichtem Unwohlsein bis zu krampfartigen Schmerzen einhergehen, vor allem wenn eine Verstopfung vorliegt oder wenn ein Ballaststoffpräparat in relativ hoher Dosis begonnen wird. Für Menschen ohne Verstopfung beschreibt der Autor daher eine schrittweise Einführung eines Ballaststoffpräparats: in der ersten Woche höchstens 3 bis 4 g täglich und in den folgenden Wochen eine langsame Steigerung bis zu einem Ziel von etwa 10 bis 15 g täglich. Liegt eine Verstopfung vor, führt die Einführung eines neuen Ballaststoffpräparats nach seiner Darstellung mit erheblicher Wahrscheinlichkeit zu krampfartigen Schmerzen, wenn nicht zuerst der harte Stuhl beseitigt wird.[9]

Kennzeichnung von Ballaststoffen: nährwertbezogene Angaben und zugelassene gesundheitsbezogene Angaben der EU

Der Anhang der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 regelt zwei nährwertbezogene Angaben zu Ballaststoffen. Dieselben Bedingungen gelten für jegliche Angabe, die für den Verbraucher voraussichtlich dieselbe Bedeutung hat.[10]

Bedingungen der nährwertbezogenen Angaben zu Ballaststoffen nach dem Anhang der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 in der deutschen Fassung.[10]
Angabe Feste Lebensmittel, mindestens je 100 g Flüssige Lebensmittel, mindestens je 100 kcal
BALLASTSTOFFQUELLE 3 g 1,5 g
HOHER BALLASTSTOFFGEHALT 6 g 3 g

Trockene Haferflocken mit 10,1 g Ballaststoffen und einem Brennwert von 379 kcal je 100 g enthalten 2,7 g Ballaststoffe je 100 kcal (Berechnung: 10,1 / 3,79), was unter dem Schwellenwert von 3 g je 100 kcal liegt. Den Schwellenwert von 6 g je 100 g überschreiten sie jedoch und erfüllen die Bedingung eines hohen Ballaststoffgehalts damit über den Gehalt je 100 g.[5][10]

Bei Getreidemischungen wie Granola und Müsli wird der Ballaststoffgehalt aus der Nährwerttabelle je 100 g und je Portion abgelesen und mit den Schwellenwerten von 3 g und 6 g je 100 g verglichen.[10]

Die Verordnung (EU) Nr. 432/2012 bindet die zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben an eine bestimmte Ballaststoffart und oft auch an deren Herkunft, etwa an Haferkorn-Ballaststoffe, Roggen-Ballaststoffe oder Zichorieninulin. Für einzelne Ballaststoffarten führt das Register 20 zugelassene gesundheitsbezogene Angaben; die Tabelle ist eine Auswahl und gibt 19 davon in der amtlichen deutschen Fassung mit den Bedingungen für ihre Verwendung wieder. Das Register enthält außerdem eine allgemeine Angabe zu unverdaulichen Kohlenhydraten, die anstelle von Zucker verwendet werden; sie ist nicht an eine bestimmte Ballaststoffart gebunden, und die Tabelle führt sie nicht auf.[11]

Die Angaben zu Haferkorn-Ballaststoffen, Gerstenkorn-Ballaststoffen, Weizenkleie und Roggen-Ballaststoffen setzen ein Lebensmittel mit hohem Gehalt an diesem Ballaststoff voraus. Dieselbe Bedingung nennt die Verordnung für Zuckerrübenfasern.[11]

Die Angabe zu Beta-Glucanen und Cholesterin verlangt mindestens 1 g Beta-Glucane aus Hafer, Haferkleie, Gerste oder Gerstenkleie bzw. aus Gemischen dieser Getreide je angegebene Portion. Die Verbraucher sind darüber zu unterrichten, dass sich die positive Wirkung bei einer täglichen Aufnahme von 3 g Beta-Glucanen einstellt. Für Pektine, Glucomannan, Guarkernmehl und Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC) verlangt die Verordnung eine Warnung, dass bei Verbrauchern mit Schluckbeschwerden oder bei unzureichender Flüssigkeitszufuhr Erstickungsgefahr besteht. Zur Warnung gehört die Empfehlung der Einnahme mit reichlich Wasser, damit die Stoffe in den Magen gelangen.[11]

Auswahl zugelassener gesundheitsbezogener Angaben zu Ballaststoffarten nach der Verordnung (EU) Nr. 432/2012 (19 von 20) in der amtlichen deutschen Fassung und Bedingung für ihre Verwendung.[11]
Bestandteil Angabe Bedingung für die Verwendung
Beta-Glucane aus Hafer, Haferkleie, Gerste, Gerstenkleie Beta-Glucane tragen zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei. mindestens 1 g Beta-Glucane je angegebene Portion; Information über eine tägliche Aufnahme von 3 g
Beta-Glucane aus Hafer und Gerste Die Aufnahme von Beta-Glucanen aus Hafer oder Gerste als Bestandteil einer Mahlzeit trägt dazu bei, dass der Blutzuckerspiegel nach der Mahlzeit weniger stark ansteigt. mindestens 4 g Beta-Glucane je 30 g verfügbare Kohlenhydrate in einer angegebenen Portion
Haferkorn-Ballaststoffe Haferkorn-Ballaststoffe tragen zur Erhöhung des Stuhlvolumens bei. Lebensmittel mit hohem Gehalt an diesem Ballaststoff
Gerstenkorn-Ballaststoffe Gerstenkorn-Ballaststoffe tragen zur Erhöhung des Stuhlvolumens bei. Lebensmittel mit hohem Gehalt an diesem Ballaststoff
Weizenkleie Weizenkleie trägt zur Beschleunigung der Darmpassage bei. Lebensmittel mit hohem Gehalt an diesem Ballaststoff; Information über eine tägliche Aufnahme von mindestens 10 g Weizenkleie
Weizenkleie Weizenkleie trägt zur Erhöhung des Stuhlvolumens bei. Lebensmittel mit hohem Gehalt an diesem Ballaststoff
Roggen-Ballaststoffe Roggen-Ballaststoffe tragen zu einer normalen Darmfunktion bei. Lebensmittel mit hohem Gehalt an diesem Ballaststoff
Zuckerrübenfasern Zuckerrübenfasern tragen zur Erhöhung des Stuhlvolumens bei. Lebensmittel mit hohem Gehalt an diesem Ballaststoff
Arabinoxylan, hergestellt aus Weizenendosperm Die Aufnahme von Arabinoxylan als Bestandteil einer Mahlzeit trägt dazu bei, dass der Blutzuckerspiegel nach der Mahlzeit weniger stark ansteigt. mindestens 8 g Arabinoxylan (AX)-reiche Fasern (mindestens 60 % AX) je 100 g verfügbare Kohlenhydrate in einer angegebenen Portion
natives Zichorieninulin Zichorieninulin trägt durch Erhöhung der Stuhlfrequenz zu einer normalen Darmfunktion bei. tägliche Aufnahme von mindestens 12 g nativem Zichorieninulin
Pektine Pektine tragen zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei. tägliche Aufnahme von 6 g Pektinen; Warnung vor Erstickungsgefahr
Pektine Die Aufnahme von Pektinen im Rahmen einer Mahlzeit trägt dazu bei, dass der Blutzuckerspiegel nach der Mahlzeit weniger stark ansteigt. 10 g Pektine je angegebene Portion; Warnung vor Erstickungsgefahr
Glucomannan (Konjak Mannan) Glucomannan trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei. tägliche Aufnahme von 4 g Glucomannan; Warnung vor Erstickungsgefahr
Guarkernmehl Guarkernmehl trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei. tägliche Aufnahme von 10 g Guarkernmehl; Warnung vor Erstickungsgefahr
Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC) Hydroxypropylmethylcellulose trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei. tägliche Aufnahme von 5 g HPMC; Warnung vor Erstickungsgefahr
Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC) Die Aufnahme von Hydroxypropylmethylcellulose im Rahmen einer Mahlzeit trägt dazu bei, dass der Blutzuckerspiegel nach der Mahlzeit weniger stark ansteigt. 4 g HPMC je angegebene Portion im Rahmen einer Mahlzeit; Warnung vor Erstickungsgefahr
Chitosan Chitosan trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei. tägliche Aufnahme von 3 g Chitosan
resistente Stärke Der Ersatz von verdaulicher Stärke durch resistente Stärke in einer Mahlzeit trägt dazu bei, dass der Blutzuckerspiegel nach der Mahlzeit weniger stark ansteigt. verdauliche Stärke durch resistente Stärke ersetzt, wobei der Anteil der resistenten Stärke am Stärkegehalt insgesamt mindestens 14 % beträgt
Alpha-Cyclodextrin Der Verzehr von Alpha-Cyclodextrin als Bestandteil einer stärkehaltigen Mahlzeit trägt dazu bei, dass der Blutzuckerspiegel nach der Mahlzeit weniger stark ansteigt. mindestens 5 g Alpha-Cyclodextrin pro 50 g Stärke in einer angegebenen Portion als Teil einer Mahlzeit

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Quellen

  1. Europäisches Parlament und Rat (2011). Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel, Anhang I Nummer 12 (Ballaststoffe) und Anhang XIV (Umrechnungsfaktoren). Amtsblatt der EU L 304. https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32011R1169
  2. EFSA (2017). Dietary Reference Values for nutrients: Summary report (Kapitel 3.2 Carbohydrates and dietary fibre, Zusammenfassung des Gutachtens EFSA Journal 2010;8(3):1462). EFSA Supporting Publication 2017:e15121. https://www.efsa.europa.eu/sites/default/files/2017_09_DRVs_summary_report.pdf
  3. McRorie JW (2015). Evidence-Based Approach to Fiber Supplements and Clinically Meaningful Health Benefits, Part 1: What to Look for and How to Recommend an Effective Fiber Therapy. Nutr Today 50(2):82. https://doi.org/10.1097/NT.0000000000000082
  4. Holscher HD (2017). Dietary fiber and prebiotics and the gastrointestinal microbiota. Gut Microbes 8(2):172. https://doi.org/10.1080/19490976.2017.1290756
  5. U.S. Department of Agriculture (2019). FoodData Central, SR Legacy: Oats regular and quick, dry (173904); Barley hulled (170283); Bread rye (172684); Bread whole-wheat (172688); Wheat bran crude (169722); Lentils raw (172420); Chickpeas mature seeds raw (173756); Chia seeds dried (170554); Almonds (170567); Hazelnuts (170581); Raspberries raw (167755); Pears raw (169118); Broccoli raw (170379). USDA Agricultural Research Service. https://fdc.nal.usda.gov/
  6. So D, Whelan K, Rossi M et al. (2018). Dietary fiber intervention on gut microbiota composition in healthy adults: a systematic review and meta-analysis. Am J Clin Nutr 107(6):965. https://doi.org/10.1093/ajcn/nqy041
  7. Grabitske HA, Slavin JL (2009). Gastrointestinal effects of low-digestible carbohydrates. Crit Rev Food Sci Nutr 49(4):327. https://doi.org/10.1080/10408390802067126
  8. Basuray N, Deehan EC, Vieira FT et al. (2024). Dichotomous effect of dietary fiber in pediatrics: a narrative review of the health benefits and tolerance of fiber. Eur J Clin Nutr 78(7):557. https://doi.org/10.1038/s41430-024-01429-5
  9. McRorie JW (2015). Evidence-Based Approach to Fiber Supplements and Clinically Meaningful Health Benefits, Part 2: What to Look for and How to Recommend an Effective Fiber Therapy. Nutr Today 50(2):90. https://doi.org/10.1097/NT.0000000000000089
  10. Europäisches Parlament und Rat (2006). Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel, Anhang (Angaben BALLASTSTOFFQUELLE und HOHER BALLASTSTOFFGEHALT). Amtsblatt der EU L 404. https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32006R1924
  11. Europäische Kommission (2012). Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern (konsolidierte Fassung vom 20.8.2025), Anhang, Einträge zu Ballaststoffen und einzelnen Ballaststoffarten, Alpha-Cyclodextrin und unverdaulichen Kohlenhydraten. Amtsblatt der EU L 136. https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:02012R0432-20250820
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