Wo liegt eigentlich das Ernährungsproblem hinter dem zunehmenden Übergewicht der nachwachsenden Generationen? Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie eng die Essgewohnheiten von Kindern mit ihrem Alltag zusammenhängen? Und was wäre, wenn ein anderer Umgang mit Frühstückscerealien den Schultag leichter machen würde? Ist die klassische Brotdose also die richtige Lösung – oder ginge es auch anders?
Der Alltag eines Kindes hat direkten Einfluss auf seine Stimmung, seine Aufmerksamkeit und sein Lernen
Nach dem Thema Stillen und der Frage, wie viel Koffein tatsächlich in die Muttermilch übergeht, springen wir nun ein Stück weiter in der Zeit und schauen uns ein Problem an, mit dem sich nicht nur ein Elternteil herumschlägt.
Nämlich: Was gebe ich meinem Kind in die Pausenbox, damit ich sicher sein kann, dass es gut und vollwertig versorgt ist – nicht nur satt, sondern auch leistungsfähig?
Der wichtigste Grund für eine Ernährungsumstellung sollte nicht sein, dass das Kind nicht übergewichtig wird. Am wichtigsten ist die Überlegung, wie wir ihm eine vollwertige, durchdachte Ernährung mitgeben, die gut in seinen Tag passt.
Eltern = das größte Problem in der Kinderernährung?
Sie haben sicher schon viele Artikel über veränderte Essgewohnheiten von Kindern und besseres Essen an Schulen gelesen. Viele Eltern interessieren sich dafür, was ihr Kind in der Schule bekommt, und es sind auch verschiedene Initiativen entstanden (zum Beispiel Zdravý dom).
Auf der anderen Seite steht die Mehrheit der Schulen und Einrichtungen, in denen das Essen noch kaum ein Thema ist – und so versucht das Elternhaus, mit einem guten Frühstück, einer guten Pausenbox und einem guten Nachmittagssnack möglichst viel richtig zu machen.
Eltern gehen ihren Kindern mit gutem Beispiel voran, auch beim Essen
Auch neuere Forschung bestätigt, dass Spiegelneuronen und Nachahmung zu den stärksten Einflüssen gehören – und so werden Sie ein Kind wohl kaum von Avocado oder Ei am Morgen überzeugen, wenn Sie sich nicht dazusetzen und selbst nur einen Kaffee, Cerealien oder aufgebackenes Supermarktbrot aus dem Tiefkühler in sich hineinschütten.
Wenn Sie wollen, dass Ihr Kind gesund und erfolgreich ist, dann muss die ganze Familie gesund und erfolgreich sein. In der Familie entstehen nämlich die ersten Gewohnheiten, das Bewusstsein und die Überzeugungen für künftigen Erfolg und Selbstständigkeit.
Ein guter Familienalltag verlangt eine Investition
Man muss die Zügel selbst in die Hand nehmen, in der Familie vorangehen und Veränderung auf Basis klarer wissenschaftlicher Erkenntnisse anstoßen, die dank Internet und einer wachsenden Gruppe von Menschen, die auf ihr Essen und ihren Lebensstil achten, heute verfügbar sind. Was ist dafür nötig?
1. Zeit und Energie fürs Lesen
Recherche, Auswahl von Informationen, kritisches Denken und vielleicht auch Experimentieren nach Versuch und Irrtum.
2. Eine angemessene Investition in den Einkauf hochwertiger Zutaten
Ein paar Euro mehr für hochwertige Zutaten, die sich langfristig auszahlen. Nicht in Lebensmittel investieren, die offensichtlich an der Grenze der Herstellungskosten produziert werden. Ist das wirklich nachhaltig, und zu welchem System wollen Sie beitragen? Zum Kommerz oder zur Ehrlichkeit?
3. Das persönliche Interesse, Vorbild zu sein und Veränderung zu tragen
Konkrete Inspiration für nahrhaftere Pausensnacks
Wir haben drei mögliche Alternativen für Sie ausgewählt, bei denen die Regel gilt: ohne Chemie, ohne Zucker, ohne Zusätze, ohne schlechte Fette und ohne Gluten.
Auf die Qualität der Zutaten und Lebensmittel kommt es wirklich an, auch wenn es kurzfristig vielleicht nicht so scheint.
Was sollte man meiden?
- Süße Getränke, aber auch gekaufte Fruchtsäfte (eine Möglichkeit sind frisch gepresste und verdünnte Säfte und Smoothies)
- Cerealien, gekaufte Müsliriegel, Kekse
- Kaisersemmeln, Brötchen und aufgebackenes Gebäck
- Minderwertige Käse, Aufstriche, Pasteten, Würstchen
- Riegel, Cracker, Chips
- Süßigkeiten, Lutscher und Bonbons, gesüßte Kinderquarkriegel und bunte Trinkkakaos
- Gesüßte Milchgetränke, angebliche Joghurtdrinks
1. Der Klassiker in der Brotdose
Beim klassischen Brot in der Pausenbox konzentrieren wir uns auf die Auswahl des Gebäcks.
Sehr dunkle, 9-Korn- und andere „Fitness“-Brote sind nicht die richtige Wahl. Viel wichtiger sind Qualität und Art des Mehls und danach der Herstellungsprozess. In diesem Sinne orientieren wir uns idealerweise an Gebäck aus gutem Dinkel- oder Roggenmehl oder auch aus Hartweizenmehl, das Ballaststoffe enthält und keine Verarbeitung durchlaufen hat, nach der nur noch leere Kalorien übrig sind.
Die zweite wichtige Sache ist echter Sauerteig, der heute vielfach durch schnelle Hefe ersetzt wurde. Echter Sauerteig baut nämlich einen großen Teil des Glutens ab, und das Gebäck wird dadurch deutlich bekömmlicher.
Zum Gebäck kommen optimalerweise gute Fette und Gemüse – vergessen wir also bitte Margarine und allerlei gekaufte Aufstriche, Schinken, Wurst oder gewöhnliche Pasteten.

Empfohlene Möglichkeiten:
- Echte BIO-Butter aus Kuhmilch,
- Bryndza, weicher Ziegen-/Schafskäse,
- Avocado, das Rezept für den Aufstrich findest du hier.
- Nusscremes (Mandel, Haselnuss, Cashew) und eine Anleitung zur Verwendung hier.
- Eigene hausgemachte Aufstriche (Quark, Ei, Grieben)
- Und sogar echte hausgemachte Pasteten (Wild, Gans, Ente, Leber)
- Luftgetrocknete Salami und Schinken ohne Konservierungsstoffe (meist italienischer oder spanischer Art, aber auch bei uns findet man inzwischen welche)
- Frisches Gemüse: Salat, Tomate, Gurke, Paprika
2. Eigene Joghurts/Milchsnacks
Wenn Kinder keine extra Pausenbox wollen und ein ausreichend großes Frühstück hatten, zum Beispiel in Form von Rührei, muss man sie nicht mit Gewalt zu einem Snack drängen. Sinnvoll kann es sein, ihnen einen guten Joghurt- oder Kefir-Shake zuzubereiten und ihn mit Beerenobst und gutem Kakao, Schokolade, Zimt oder Vanille abzuschmecken …
So bereiten Sie morgens einen tollen Shake zu und die Pausenverpflegung ist erledigt. Als Extra-Bonus können Sie Chiasamen oder ein paar gehackte Nüsse dazugeben und den Shake zu einem feinen Pudding andicken.

Empfohlene Möglichkeiten:
- Kefir + Brombeeren/Heidelbeeren/Erdbeeren + Vanille
- Griechischer Joghurt + Johannisbeeren + Zimt
- Schafsmolke/ Kefir / guter Sauermilchdrink + Banane + Kakao
- Griechischer/Sahnejoghurt /Sauerrahm + Honig + Zimt
- Kokos-/Mandelmilch + Mandelcreme + Vanille + Honig
- Banane + Kakao + Mandelcreme + Kokosöl (Pudding)
- Hausgemachte Nuss-Nougat-Creme
Beliebte Produkte:
Powerlogy Nougat Cream mit 60 % Haselnussanteil | Powerlogy Almond Cream (Mandelcreme) | Powerlogy Cashew Cream (Cashewcreme mit Kokos)
3. Andere hausgemachte Rezepte
Die letzte Möglichkeit ist, eigene salzige oder süße Kuchen, Muffins, Cookies oder Riegel zuzubereiten, die Sie im Griff haben – und so für eine hochwertige, praktische Pausenverpflegung zu sorgen.
Denken Sie daran: Wenn Sie die eigene Produktivität oder die Produktivität und Stimmung Ihres Kindes bestmöglich unterstützen wollen, dann gilt – je weniger Mehl und schnelle Zucker, desto besser.
Bei Kindern spielt allerdings oft auch das Aussehen des Essens eine Rolle, und deshalb denke ich, dass glutenfreie Muffins oder Cookies gut ankommen könnten.
Vielleicht scheint es viel, aber wenn Sie zweimal pro Woche abends die Becher-Methode oder „all into the Schüssel“-Cookies durchziehen, ist die Sache erledigt.
Bei hausgemachten Riegeln stützen wir uns vor allem auf die Kombination aus Nüssen (Nusscremes), guten Fetten wie Kokos und Butter sowie bindenden Zutaten wie Honig, Datteln und Feigen. Abgeschmeckt wird mit dem klassischen Zaubertrio Zimt, Kakao und Vanille.

Empfohlene Möglichkeiten
- Süße Dinkelmuffins (Honig, Ahornsirup, Obst und Kokosblütenzucker als Süßungsmittel)
- Obstkuchen (nicht übersüßt und aus dem richtigen Mehl)
- Herzhafte Eier-Muffins
- Verschiedene praktische Cookies, idealerweise ohne Mehl
- Hausgemachte Raw-Riegel mit Nüssen und Datteln
- Leckere Raw-Kugeln
Die Möglichkeiten sind unzählig – vom einfachsten Brot mit Butter und Tomate bis hin zu aufwendigeren Muffins. In jedem Fall geht es aber in erster Linie um Ihre Umsetzung und darum, hochwertige Zutaten zu besorgen.
Wohin sich das bei uns entwickelt, hängt einzig und allein von uns und unseren täglichen Entscheidungen ab. Warum sollten wir nicht auch eine so bewusste Gesellschaft haben können wie die Dänen, Schweden, Norweger, Schweizer oder Österreicher, um die wir die Lebensmittelqualität so beneiden?
Bonus-Tipp:
Eine schnelle Lösung kann auch sein, unsere Schokoladen in die Pausenbox zu packen. Sie enthalten 70 % bzw. 90 % echte Bean-to-Bar-Schokolade mit einem Minimum an Rohrzucker.

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