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Was ist der „Pizza-Effekt“ und wie hackt man diese Köstlichkeit klüger

9 min. Messwert

Warum schmeckt uns Pizza so gut? Kann ich sie mir jede Woche gönnen? Wusstet ihr, dass es den Pizza-Effekt gibt? Erinnert ihr euch an den Geschmack von Pizza gar nicht mehr, weil ihr Gluten oder Getreide meidet? Lässt sich Pizza auch anders zubereiten? Gibt es rund um Bratislava wirklich eine gute Pizzeria?
In diesem Artikel beißen wir gemeinsam in diese italienische Köstlichkeit – und zwar mit minimaler Belastung für den Stoffwechsel!

Gehen wir Pizza essen?

Es ist Freitagabend, endlich ist Wochenende. Ans Kochen denkt ihr gar nicht, im Gegenteil, ihr wollt auswärts essen gehen. Kein Salat, ihr wollt euch nach einer harten Woche etwas gönnen. Etwas Sättigendes, Leckeres, im Kreis von Freunden oder Familie. Etwas, das jeder mag. Es ist klar! Wir gehen PIZZA essen! So eine richtige italienische. Knuspriger dünner Teig, köstliche Tomatenbasis, Prosciutto, Mozzarella, vielleicht Pilze oder Oliven. Mmh! Dazu ein feines Weinchen und wir haben einen angenehmen Abend. Es hat allen geschmeckt … ABER … einigen ist jetzt schwer, wir haben aufgeblähte Bäuche und Lust, mindestens zwei Liter Wasser zu trinken. Nach dem Essen schnaufen wir nur noch, wir wollen uns nicht einmal bewegen, wir rufen ein Taxi nach Hause …

Kommt euch das bekannt vor? Warum muss uns nach so einem perfekten Abend schwer sein? Wo ist die Energie geblieben? Wir haben doch gegessen, wir müssten voller Kraft sein …

Habt ihr schon vom „Pizza-Effekt“ gehört?

Es gibt mehrere Bedeutungen dieses Begriffs, für uns ist jetzt die stoffwechselbezogene wichtig, die genau die oben genannten Anzeichen hat: verlangsamte Verdauung, Schwere, Blähungen, Gähnen, Müdigkeit, Trägheit, Durst und Ähnliches. Das, was uns nach einem üppigen Essen buchstäblich umhaut und wonach wir uns noch einige Tage nicht wohl in unserer Haut fühlen. Und das alles sind nur die äußeren Anzeichen, im Inneren arbeiten die Zellen auf Hochtouren, um diese Ladung zu verarbeiten.

Wenn ihr euch so einen „Food Trip“ öfter gönnt, macht sich das auch an der Menge des eingelagerten Fetts (vor allem rund um die Taille) und an eurer Leistungsfähigkeit bemerkbar.
Und das betrifft nicht nur Pizza, sondern auch andere beliebte neuzeitliche „Schmankerl“ – verschiedene Kuchen, Törtchen und Cremecupcakes aus Cafés, sahnige aromatisierte Eiscremes, chinesische, vietnamesische und italienische Gerichte vom Fastfood-Typ.

Wenn ihr so ein Essen esst, bringt ihr dem Körper auf einmal eine große Dosis Kohlenhydrate und Fette. Deshalb verlangt der Körper so nach diesen Gerichten und es entsteht buchstäblich eine Gewöhnung daran. Das ist so eine „Falle“ der Natur, die in prähistorischen Zeiten allerdings Leben rettete. Die Kombination aus Fetten und Kohlenhydraten ist kalorienreich, sättigt und legt Reserven für schlechtere Zeiten an. In Zeiten, in denen Nahrung schwer zu beschaffen war, war das ein riesiger Vorteil. In der Zeit des Nahrungsüberflusses, in der wir jetzt leben, ist die häufige Kombination jedoch heikel.
Fett verlangsamt die Aufnahme der Kohlenhydrate, deshalb kommt es nicht zum sofortigen Anstieg des Blutzuckers. Dieser Effekt tritt erst später ein, nach der Verdauung des Fetts (ruhig auch zwei Stunden nach dem Essen) und hält lange Stunden an. Kurz gesagt: Der „Pizza-Effekt“ schießt eure Produktivität und Vitalität für einige Tage ab.

Es ist kein zu 100 % gültiges Gesetz, es muss nicht immer eintreten, bzw. es gibt Menschen, die es überhaupt nicht erleben. Da sich unser Körper davon länger erholt als von einer durchfeierten Nacht, ist es besser, diese Gerichte auf ein Minimum zu beschränken und daneben den eigenen Stoffwechsel zu trainieren. Ab und zu das Frühstück auslassen und ein wenig fasten, kalt duschen, hochintensive Intervall- und Krafttrainings – das alles hilft euch, gelegentliches „Schlemmen“ besser wegzustecken.

Pizza aus Sicht der funktionellen Medizin

Von der klassischen Pizza sind auch Fachleute aus dem Bereich der funktionellen Medizin nicht begeistert. Die Naturheilkundlerin Katarína Tóthová ( Online Nutrition Coach at Nutriwellness – Naturopathic Nutrition Therapy ) hat eine klare Meinung: „Aus nährstofflicher Sicht liegt die klassische Pizza etwa dort, wo eine gewöhnliche belegte Scheibe Brot liegt, mal 6! Es ist Weizenmehl, bedeckt mit mageren Gemüsestückchen, fragwürdigem Käse und manchmal auch etwas Wurst. Noch dazu wird sie schlecht gekaut, und die meisten verschlingen sie einfach, vor allem wenn sie dabei nicht in Ruhe im Restaurant am Tisch sitzen, sondern vor dem Bildschirm auf der Couch.
Eine alternative Pizza kann jedoch etwas ganz anderes sein. Wenn wir weißes Weizenmehl gegen andere Zutaten tauschen (z. B. Buchweizen, Hafer, Samen, Paleo-Mehl oder sogar Gemüse) und auf so eine Basis noch so viel Gemüse geben, wie draufpasst, dann ist das ein völlig anderes Gericht! Wir können immer noch mit hochwertigem Käse oder zum Beispiel auch mit Bryndza bestreuen oder mit nativem Öl beträufeln … Kurz vor Ende der Backzeit eine ordentliche Handvoll wilde Rucola zugeben, statt 10 kümmerlicher Blättchen …
Bei jeglicher Allergie oder Unverträglichkeit gegenüber Weizen, Gluten, Laktose und Kasein ist Pizza für euch komplett tabu!“

Pizza ist nicht gleich Pizza … oder welche Alternativen passen besser?

Wir sind Gourmets und geben leckere Gerichte ungern auf. Alles hängt von der richtigen Auswahl, der Kombination der Zutaten und dem Ersatz unpassender Bestandteile ab. So zaubern wir uns eine Pizza, die wir uns auch öfter gönnen können, ohne dass sich der Körper drei Tage lang erholen muss.

1. Blumenkohlboden

Blumenkohl ist ein Gemüse, das für sich genommen geschmacklich nicht sehr reich ist. Deshalb bietet er nach dem Backen die perfekte Basis für alle Zutaten, die eine Pizza haben soll.

Zutaten:

  • 1 Tasse leicht gegarter Blumenkohl
  • 1 Tasse geriebener Mozzarella
  • 1 Ei
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1/2 TL zerdrückter Knoblauch
  • Salz
  • Olivenöl

Zubereitung:

  1. Den Blumenkohl putzen, in kleinere Teile schneiden und leicht garen. Er muss etwas Biss behalten. Reiben oder in der Küchenmaschine zerkleinern.
  2. Den Ofen auf ca. 230 °C vorheizen
  3. In einer Schüssel 1 Tasse zerkleinerten Blumenkohl (den Rest könnt ihr für schlechtere Zeiten einfrieren), das Ei und den Mozzarella vermischen. Oregano, Knoblauch und Salz zugeben und ordentlich vermengen.
  4. Ein kleineres Blech mit Backpapier auslegen, den „Teig“ daraufgeben und mit Olivenöl beträufeln.
  5. Ca. 15 Minuten backen.
  6. Auf den gebackenen Pizzaboden die Zutaten schichten, die wir mögen. Vergesst nicht, dass ihr die, die gegart werden müssen, vorher kochen müsst, denn so eine Pizza schiebt ihr nur noch kurz in den abkühlenden Ofen, damit der zugegebene Käse schmilzt und sich alle Aromen verbinden.

Wir lügen euch nicht an: Der Geschmack ist natürlich nicht derselbe wie bei einem klassischen Mehlboden. Aber es ist auch nicht wie Blumenkohl knabbern. Wahrscheinlich würde niemand aus eurem Freundeskreis erraten, dass gerade diese Zutat die Basis des Teigs war!
Tipp: Zum Essen empfehlen wir Besteck, mit den Händen ist es etwas anspruchsvoller.
Tipp 2: Statt Blumenkohl könnt ihr auch Zucchini verwenden, und wer den kräftigeren Geschmack von Brokkoli mag, soll nicht zögern!

2. Auberginenboden

Das ideale Rezept zum Bewirten von Gästen oder für Feiern zu Hause. Mini-Auberginenpizzen sind lecker, einfach zuzubereiten und auch Kinder lieben sie! Wenn dieses Gemüse bisher nicht euer Liebling war, wird es zum festen Bestandteil des Einkaufskorbs.

Zutaten:

  • 1 große Aubergine, in dickere Scheiben geschnitten
  • Basilikum, Oregano, schwarzer Pfeffer
  • Salz
  • Olivenöl

Zubereitung:

  1. Die Auberginenscheiben leicht salzen und auf ein Küchenpapier legen. 20 Minuten stehen lassen, damit sie überschüssiges Wasser ziehen.
  2. Mit Öl, Pfeffer und Kräutern beträufeln, wer mag, kann noch nachsalzen
  3. Den Ofen auf 200 °C vorheizen
  4. 15-20 Minuten backen, bis die Aubergine weich wird. Sie darf nicht völlig zerfallen
  5. Auf die vorgebackene „Basis“ die Zutaten nach Geschmack legen und noch 5 Minuten überbacken.

Tipp: Das Salzen der Aubergine ist vor allem bei älteren Exemplaren wichtig, weil sie oft bitter sind und das Salz uns hilft, diesen Geschmack herauszuziehen. Überspringt diesen Schritt auf keinen Fall, bei jüngeren Auberginen könnt ihr die Einwirkzeit des Salzes verkürzen.

Für die luxuriösen Fotos und die Umsetzung der Rezepte danken wir The Tolerant Cook.

3. Sauerteigpizza

Diese Version ist die aufwendigste, bringt euch aber garantiert die größte Genugtuung und den echtesten Pizzageschmack. Beim Sauerteig arbeiten Bakterien und Hefen lange im Teig, was Aroma und Struktur des Bodens verändert.
Das ausführliche Rezept findet ihr hier.

Tipp: Je dünner ihr den Teig macht, desto geringer die zusätzliche Kohlenhydratzufuhr und desto größer die Entlastung für euren Stoffwechsel.

Wenn ihr schon Lust auf echte Pizza habt, dann nur in guter Qualität!

Vielleicht verspürt ihr manchmal unwiderstehliche Lust, oder ihr seid einfach keine Asketen und wollt auf echte Pizza nicht verzichten. Als gelegentliche Sache ist das in Ordnung, Essen soll Freude machen, und das ist eine super Gelegenheit, Freunde zu treffen. Setzt aber auf Qualität und meidet Fastfood! Neben dem riesigen Unterschied im Geschmack erspart ihr euch auch zusätzliche Verdauungsprobleme.

Wir haben für euch von uns geprüfte Lokale in Bratislava und Umgebung ausgewählt, in denen wirklich auf die Qualität der Zutaten geachtet und Pizza ehrlich und mit Liebe gemacht wird:

1. MASSIMO Ristorante – Ein besonderer Tipp aus dem Freundeskreis von The Tolerant Cook, gelegen im Riverpark in Bratislava und benannt nach dem Besitzer Massimo Attanasio. Ein italienisches Restaurant mit zwar kleiner Pizzaauswahl, aber alles Topzutaten direkt aus Italien. Küche und Grill sind offen, und ihre Priorität ist ein unvergleichliches Erlebnis für Augen, Nase und Gaumen in angenehmer, gastfreundlicher und gemütlicher Atmosphäre.

2.Basilico – wieder echte italienische Atmosphäre, direkt im Zentrum von Bratislava. Der ursprünglich kleine Betrieb nahe dem Busbahnhof musste wegen des riesigen Interesses in größere Räume umziehen. Ihr ertrinkt buchstäblich in Aromen, Kohlenhydraten und Fetten, aber es lohnt sich unglaublich! (Ein paar Tage vor und nach dem Besuch achtet lieber extra auf die Zuckerzufuhr)

3. Da Mario e Nicola – das ist sicher der leckerste Teil von Stupava und ein Ort, der Pizzafans bestimmt nicht enttäuscht. Geheime Quellen sagen, dass hier auch Dušan Plichta gegessen hat und ihm danach überhaupt nicht schlecht war! Und angeblich legt er für diesen Ort die Hand ins Feuer.

Interessant ist auch die Kette der 3 italienischen Restaurants Gatto Matto und der alte Bratislavaer Klassiker, der seine Qualität bewahrt hat, La mamma.

Und ihr, mögt ihr Pizza? Wie oft gönnt ihr sie euch? Bereitet ihr sie zu Hause zu oder lasst ihr euch lieber in einem guten Lokal bedienen? Teilt eure Tipps zur Pizzazubereitung oder euer Lieblingslokal in den Kommentaren.

 

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