Zimt im Haushalt: Herkunft, Verwendung und was man beachten sollte
Zimt hat fast jeder von uns in der Küche, und wir würzen damit süße wie herzhafte Gerichte. Dieses duftende Gewürz hat aber noch viele weitere Einsatzmöglichkeiten – in der Küche wie im Haushalt. Lest hier, was Zimt ausmacht, worauf ihr beim Verzehr achten solltet und wie ihr ihn zu Hause verwenden könnt.
In diesem Artikel erfahrt ihr:
- Was Zimt ist
- Wie seine Geschichte aussieht
- Den Unterschied zwischen Ceylon- und Cassia-Zimt
- Welche Nährwerte in Zimt stecken
- Was die Forschung zu Zimt untersucht
- Möglichkeiten, Zimt zu verwenden
- Mögliche Nebenwirkungen von Zimt
- Ist Zimt auch in der Schwangerschaft unbedenklich?

Was ist Zimt?
Zimt ist ein aromatisches Gewürz aus der inneren Rinde von Bäumen der Gattung Cinnamomum. Nach der Ernte wird die Rinde getrocknet, zu dünnen Stangen gerollt oder zu Pulver gemahlen. Er wird seit Tausenden von Jahren in der Küche und in der traditionellen Volkskunde verwendet. Am bekanntesten sind zwei Arten: der mildere Ceylon-Zimt (echter Zimt) mit niedrigerem Cumaringehalt, der sich für den regelmäßigen Verzehr eignet, und der kräftigere Cassia-Zimt, der günstiger und verbreiteter ist, aber eher sparsam verwendet werden sollte.
Wie seine Geschichte aussieht
Früher war Zimt sehr wertvoll. In Ägypten wurde er bei verschiedenen religiösen Praktiken verwendet. Die alten Ägypter nutzten ihn vor allem beim Einbalsamieren. Im mittelalterlichen Europa kam er bei religiösen Zeremonien zum Einsatz, aber auch als Würzmittel.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass Zimt zu den ältesten verwendeten Gewürzen der Welt gehörte. Er wird sogar mehrfach in der Bibel erwähnt.
Im Mittelalter war Zimt fester Bestandteil vieler überlieferter Hausmittel.
Der Unterschied zwischen Ceylon- und Cassia-Zimt
Es gibt zwei verschiedene Zimtarten, die fast jede gute Köchin und jeder gute Koch kennt.
- Cassia-Zimt
Eine Variante ist der Cassia-Zimt, der dichter und dunkler ist als Ceylon-Zimt. Er enthält 7 bis 8 Milligramm Cumarin pro Teelöffel. Cumarin kann in großen Mengen problematisch sein, und genau deshalb solltet ihr diese Zimtart nicht in größeren Mengen verzehren. Cassia-Zimt wird üblicherweise aus Indonesien, China und Vietnam importiert.
- Ceylon-Zimt
Ceylon-Zimt enthält eine höhere Konzentration ätherischer Öle und hat deshalb einen ausgeprägteren Geschmack als Cassia-Zimt. Er wird aus Indien und Sri Lanka importiert. Diese Zimtart wird in Europa am häufigsten verwendet. Die Stangen des Ceylon-Zimts entstehen, indem mehrere Schichten der inneren Rinde des Zimtbaums zusammengerollt werden. Ceylon-Zimt eignet sich zum Würzen von Backwaren und Speisen.
Er enthält deutlich weniger Cumarin als Cassia-Zimt und ist **deshalb für eine regelmäßige Verwendung besser geeignet**. Ein hoher Cumarinverzehr kann die Leber belasten. **Genau wegen des niedrigeren Cumaringehalts und des feinen Geschmacks setzen wir bei Powerlogy in Rezepten und Produkten auf Ceylon-Zimt. Er passt gut in Breie, Kaffee, Granola oder Desserts.**
Probiert Ceylon-Zimt in euren Lieblingsgerichten und überzeugt euch von seinem feinen Geschmack. **Wir haben ihn in einem gesunden Scheiterhaufen verwendet, in der bewährten Kombination mit Äpfeln und Mandelcreme von Powerlogy.** Das Rezept findet ihr HIER.

- Gemahlener und ganzer Zimt
Wenn ihr Zimt in ein Gericht geben wollt, empfehlen wir gemahlenen Zimt. Die Stange ist **praktischer für die Zubereitung von Getränken**, aber es ist schwerer zu messen, wie viele Milligramm ihr zu euch nehmt. **Pulver lässt sich einfach löffelweise abmessen** – so vermeidet ihr eine unbemerkt hohe Aufnahme.
Welche Nährwerte in Zimt stecken
Zimt enthält eine ganze Reihe von Nährstoffen. Das sind die ungefähren Nährwerte in einem Teelöffel Zimt:
- 26 Milligramm Kalzium,
- 11 Milligramm Kalium,
- 2,1 Gramm Kohlenhydrate,
- 1,56 Milligramm Magnesium,
- 1,66 Milligramm Phosphor,
- 0,39 Milligramm Vitamin A.
**Bei Powerlogy verwenden wir Zimt in Rezepten und Snacks vor allem, weil er Geschmack bringt – und weil man damit oft mit weniger Süße auskommt.**
Was die Forschung zu Zimt untersucht
Zimt wird seit Jahrhunderten in der traditionellen Volkskunde verwendet, und heute wird er in verschiedenen Zusammenhängen wissenschaftlich untersucht. Lest hier, womit sich die Forschung beschäftigt und wie ihr Zimt richtig verwendet.
- Antioxidative Verbindungen
Zimt enthält antioxidative Verbindungen wie **Phenolsäuren, Polyphenole und Flavonoide**.
In einer Studie wurde untersucht, wie sich diese Verbindungen im Labor verhalten. Weitere Studien beschäftigen sich mit ihrem Verhalten gegenüber freien Radikalen. Eindeutige Schlussfolgerungen für den Menschen lassen sich daraus bislang nicht ziehen.
- Zimt als traditionelles Konservierungsmittel
Zimt wurde früher vielen Lebensmitteln zugesetzt, weil er deren Haltbarkeit verlängerte.
Auch heute ist Zimt ein beliebtes Gewürz in wärmenden Getränken für kalte Tage.
- Zimtgetränk für kalte Tage:
An kalten Tagen könnt ihr euch ein warmes Zimtgetränk zubereiten. Übergießt 1 Zimtstange mit kochendem Wasser und lasst das Getränk abkühlen. Trinkt es dann in kleinen Schlucken. Ihr könnt es mit Honig süßen.

- Zimt in der Grundlagenforschung
Zimt und seine Inhaltsstoffe werden in zahlreichen Laborarbeiten untersucht.
Um eindeutige Schlüsse zu ziehen, ist weitere Forschung nötig; Studien an Tieren liefern erste Hinweise, die sich nicht auf den Menschen übertragen lassen.
- Zimt und Blutfette in Studien
Eine neuere Übersichtsarbeit hat sich mit einer täglichen Menge von **120 mg** Zimt beschäftigt. Die Ergebnisse sind uneinheitlich, und weitere Studien sind nötig, bevor sich daraus etwas ableiten lässt. Nachzulesen ist die Übersicht hier.
Eine weitere Untersuchung wurde an Tieren durchgeführt; solche Ergebnisse lassen sich nicht auf den Menschen übertragen.
- Zimt und der Blutzuckerspiegel in Studien
Wenn ihr Lust auf etwas Süßes habt, greift zu Gebäck, das mit Zimt gewürzt ist – das bringt Aroma ganz ohne zusätzlichen Zucker.
In der ayurvedischen Tradition wird Zimt seit Jahrhunderten verwendet. Die Forschung schaut sich das heute genauer an.
In einer großen Studie mit 543 Teilnehmenden wurde eine Zimtmenge von 120 mg täglich über 4 Monate untersucht.
In einer anderen Studie mit 70 Teilnehmenden zeigte sich nach der Einnahme von Zimt kein deutlicher Unterschied im Vergleich zur Placebogruppe.
Für eindeutige Schlussfolgerungen sind daher weitere Studien nötig.
- Zimtduft im Alltag:
Neben dem Verzehr von Zimt könnt ihr auch ätherisches Zimtöl im Raum verwenden. Es genügen ein paar Tropfen in einem Diffuser, oder ihr mischt es mit Wasser in einer Sprühflasche. Viele empfinden den süßen Zimtduft als angenehm.
- Zimt in der Überlieferung
In der östlichen Tradition wird Zimt vielfältig eingesetzt. Wissenschaftlich belegt sind diese überlieferten Anwendungen nicht – der süße Duft von Zimt gilt aber seit jeher als besonders einladend.
- Zimt und die Lust auf Süßes
Zimt bringt eine natürliche Süße ins Spiel, ohne dass Zucker nötig ist. Sein süßer Duft kann **die Lust auf Süßes angenehm bedienen**.
Wer Gerichte mit Zimt würzt, braucht dafür oft weniger Zucker. **Praktisch kann das so aussehen, dass ihr statt einer klassischen Süßigkeit einen Joghurt mit Obst esst, bestreut mit Ceylon-Zimt und einem Löffel hochwertiger Nusscreme. Solche Kombinationen findet ihr auch in Powerlogy Rezepten und Produkten, in denen Zimt hilft, mit weniger raffiniertem Zucker auszukommen.**
**Unser Tipp:** Wenn ihr eure Ernährung umstellen oder raffinierten Zucker reduzieren bzw. weglassen wollt und nach leckeren Alternativen sucht, empfehlen wir unser **Rezept für schnelle Zimt-Pfannkuchen, ideal zum Frühstück.** Das Rezept findet ihr HIER.

- Zimt-Honig-Maske
Zimt und Honig sind ein Klassiker unter den selbstgemachten Gesichtsmasken.
Zimt-Honig-Maske selber machen:
Vermischt **1 Teelöffel Zimtpulver** und **3 Esslöffel Honig**. Tragt die Mischung auf die gewünschte Hautpartie auf. Wichtig ist, dass ihr sie mit sauberen Händen oder mit Handschuhen auftragt. Lasst sie **20 Minuten** einwirken und wascht sie dann mit warmem Wasser ab. Die Mischung ist recht intensiv, deshalb solltet ihr sie nicht öfter als 1x pro Woche anwenden.
- Zimt in Studien zu Nervenzellen
Zimt gehört zu den Lebensmitteln mit antioxidativen Verbindungen, die vielfach untersucht werden.
Studien an Tieren haben sich damit beschäftigt, wie sich Zimtverbindungen **gegenüber oxidativem Stress in Nervenzellen verhalten**. Auf den Menschen lassen sich diese Ergebnisse nicht übertragen; weitere Forschung ist nötig.
- Frischer Atem
Eine weitere praktische Eigenschaft von Zimt: Er sorgt für ein frisches Gefühl im Mund. Zimtkaugummi ist deshalb so beliebt.

- Zimt für einen frischen Atem verwenden:
Neben Kaugummi könnt ihr euch auch ein eigenes Mundwasser herstellen. **Nehmt einen kleinen Topf und gießt ½ Liter Wasser hinein. Wenn das Wasser kocht, gebt 5 Zimtstangen dazu und lasst das Ganze köcheln. Nehmt den Zimt nach dem Abkühlen des Suds heraus** und verwendet den Sud als Mundwasser.
- Zimt-Kopfhautmassage
Eine Massage mit Zimt und Öl ist eine beliebte Anwendung für die Kopfhaut.
- Zimt-Kur für die Kopfhaut:
Vermischt **1 Teelöffel gemahlenen Zimt mit 1 Esslöffel Honig und einer Tasse Kokosöl**. Verrührt die Zutaten zu einer Paste. Massiert diese Paste in die Kopfhaut ein und lasst sie **20 Minuten** einwirken. Wascht die Haare danach mit einem milden Shampoo und lasst sie ohne Föhn trocknen.
- Zimt in der Lippenpflege
Zimt ist eine beliebte Zutat in selbstgemachten Lippenpflege-Rezepten.
- Zimt für die Lippenpflege verwenden:
**Vermischt ein paar Prisen Zimt mit Vaseline zu einer Paste und tragt sie auf die Lippen auf. Lasst die Paste etwa 10 Minuten einwirken und wascht sie dann ab. **Wenn ihr euren Lippenbalsam selbst herstellt, könnt ihr eurem Rezept etwas ätherisches Zimtöl hinzufügen.
- Ätherisches Zimtöl verwenden
Neben klassischem Zimt wird auch ätherisches Zimtöl gerne verwendet. Am häufigsten kommt es als Zutat in Naturkosmetik zum Einsatz. Lest hier einige praktische Anwendungen dieses kleinen Wunders.

- Angenehmer Duft am Arbeitsplatz
Wenn ihr für Prüfungen lernt oder euch auf eine wichtige Aufgabe bei der Arbeit konzentrieren wollt, sorgt ein angenehmer Raumduft für eine schöne Atmosphäre.
**Bevor ihr mit der Aufgabe beginnt, gebt 2 bis 3 Tropfen ätherisches Zimtöl in einen Diffuser.**
- Natürlicher Reiniger
Ätherisches Zimtöl ist eine beliebte Zutat in selbstgemachten Reinigungsmitteln.
**Mischt eine Tasse Wasser mit einigen Tropfen ätherischem Zimtöl in einer Sprühflasche.** Verwendet das Mittel anschließend zum Reinigen der Küchenspüle oder des Bades.
- Natürliches Insektenspray
Zimtöl wird traditionell verwendet, um Mücken, Fliegen und andere Insekten aus dem Zuhause fernzuhalten. Es wird vermutlich nicht so wirksam sein wie ein chemisches Mittel. Es ist eine Alternative, die **schonender für euch und die Natur ist.**
**Mischt Wasser mit einigen Tropfen Zimtöl in einer Sprühflasche und besprüht damit alle Räume, die ihr vor Insekten schützen wollt.**
Ist der Verzehr von Zimt unbedenklich?
Der Verzehr üblicher Küchenmengen Zimt pro Tag gilt als unbedenklich. Wenn ihr Zimt jedoch langfristig in größeren Mengen zu euch nehmt, können unerwünschte Wirkungen auftreten.
Mögliche Nebenwirkungen von Zimt
- Reizungen
Zimt gehört zu den intensiven Gewürzen und kann deshalb Mund und Lippen reizen. Manche Menschen reagieren sogar allergisch auf Zimt; das kann sich als Rötung und Reizung der Haut zeigen.
- Cumaringehalt
Die Aufnahme von Zimt in hohen Mengen kann problematisch sein. Das gilt besonders für Menschen mit **einer empfindlichen Leber**. Zimt enthält Cumarin, einen Stoff, der die Leber belasten kann. Übliche Produkte mit Zimt gelten als unbedenklich; wer die Leber schonen muss, sollte bei größeren Zimtmengen jedoch vorsichtig sein.
- Achtung bei der Einnahme von Zimt zusammen mit Medikamenten
Wenn ihr regelmäßig Medikamente einnehmt, empfehlen wir euch, den Verzehr größerer Zimtmengen mit eurer Ärztin oder eurem Arzt zu besprechen.
Ist Zimt auch in der Schwangerschaft unbedenklich?
Der übliche Verzehr von Zimt während der Schwangerschaft gilt als unbedenklich. Wenn ihr ihn jedoch in größeren Mengen zu euch nehmen wollt, steigt das Risiko unerwünschter Begleiterscheinungen. Dazu können zum Beispiel **Magenbeschwerden und eine Belastung der Leber** gehören.
Bislang gibt es keine offiziellen Vorgaben dazu, wie viel Zimt in der Schwangerschaft angemessen ist. Maß halten ist entscheidend, und Zimt zum Würzen von Speisen sollte kein Problem sein.
Ein maßvoller Zimtgenuss kann euch in der Schwangerschaft vor allem eines bringen: Geschmack ohne zusätzlichen Zucker.
**Aroma statt Zucker**
Zimt bringt Wärme und Süße ins Gericht, ohne dass ihr nachzuckern müsst – gerade in einer Zeit, in der viele bewusster auf ihre Ernährung achten.
**Was die Forschung untersucht**
Rund um Zimt und Stoffwechsel laufen verschiedene Untersuchungen.
Die Polyphenole im Zimt werden in diesem Zusammenhang wissenschaftlich untersucht. Eindeutige Schlussfolgerungen lassen sich daraus bislang nicht ziehen.
Bislang gibt es nicht genügend Studien dazu, ob der Verzehr größerer Zimtmengen während der Schwangerschaft unbedenklich ist. Genau deshalb empfehlen wir euch, den Zimtverzehr mit eurer Ärztin oder eurem Arzt zu besprechen.

Empfehlungen zum Schluss
Zimt wird **in der traditionellen Volkskunde schon seit Jahrhunderten geschätzt** und vielfältig verwendet. Auf eindeutige wissenschaftliche Ergebnisse müssen wir jedoch noch warten. Es sind weiterhin ausführlichere Studien nötig.
Wenn ihr größere Zimtmengen zu euch nehmen wollt, euch aber nicht sicher seid, ob das für euch passt, sprecht mit eurer Ärztin oder eurem Arzt. Besonders vorsichtig sollten Schwangere und Stillende sein, Menschen mit einer empfindlichen Leber und alle, die regelmäßig Medikamente einnehmen.
Zusammenfassung zum Schluss
- Das Gewürz Zimt wird aus der getrockneten inneren Rinde des Ceylon-Zimtbaums gewonnen.
- Zimt wird in der traditionellen östlichen Volkskunde schon seit Jahrhunderten verwendet.
- Zimt bringt Aroma und natürliche Süße in Speisen – oft kommt man damit mit weniger Zucker aus.
- Ätherisches Zimtöl könnt ihr für selbstgemachte Reinigungsmittel oder als Raumduft verwenden.
- Der Verzehr von Zimt in üblichen Mengen ist unbedenklich. Einige Personengruppen sollten größere Mengen meiden oder sich ärztlich beraten lassen.
- Mögliche Nebenwirkungen von Zimt sind Reizungen sowie eine Belastung der Leber durch Cumarin.
**Wenn ihr Zimt in euren Alltag holen wollt, fangt mit kleinen Veränderungen in der Küche an. Gebt ihn in Brei, Kaffee, Joghurt oder Desserts und schaut, wie sich der Geschmack verändert. Bei Powerlogy setzen wir auf hochwertigen Ceylon-Zimt und auf Rezepte ohne unnötigen Zucker.**
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