Während einer inspirierenden Diskussion mit Fachleuten zum Thema aufmunternde Lebensmittel haben wir mehrere Themen angerissen, die mehr Raum verdienen. Deshalb bringen wir euch eine Artikelserie über einen guten Umgang mit dem eigenen Lebensstil. Der erste Artikel, den ihr gerade lest, handelt von bewusster Nahrungsaufnahme, vom Hören auf den eigenen Körper und von der schrittweisen Optimierung eures Alltags. In den weiteren Artikeln lernt ihr, wie ihr mit „Cravings“ und Heißhungerattacken umgeht, wie ihr mentalem Nebel und dem Durchhänger im Tagesverlauf begegnet, und ihr erfahrt etwas über den versteckten Preis billiger Lebensmittel.
Über den idealen Umgang mit dem eigenen Lebensstil wurden Berge von Büchern geschrieben, Meere von Videos gedreht und Kurse erstellt, die Menschen anlocken, die die eine richtige Antwort suchen. Sie kommt jedoch nicht, und durch schrittweises Ausprobieren und Scheitern arbeitet man sich dahin vor, dass die Wahrheit irgendwo in der Mitte liegt. Jeder Organismus ist einzigartig und braucht deshalb einen eigenen Zugang zur Ernährung. Der Schlüssel ist eine gute Beziehung zum eigenen Körper, der euch zuflüstert, wie es geht.
In diesem Artikel erfahrt ihr:
- Wie ihr an verschiedene Ernährungsformen herangeht
- Eine Anleitung für bewusstes Essen
- Wie ihr euch beim Hören auf euren Körper helfen könnt
Seht euch die Aufzeichnung unserer Podiumsdiskussion zum Thema „Aufmunternde Lebensmittel“ an:
Nehmt den Körper als eigenständiges bewusstes Wesen wahr
Täglicher Stress, jede Menge Aufgaben und ein schneller Lebensstil trennen uns vom Körper. Ständig denken wir über etwas nach, machen im Kopf Listen, was wir heute noch schaffen müssen, spielen Situationen aus der Vergangenheit nach oder fantasieren über die Zukunft. Kurz gesagt – wir leben in unseren Köpfen und nehmen nicht wahr, was uns innere Organe, Muskeln und Sehnen gerade sagen. Wenn wir lange und vor allem gut leben wollen, müssen Kopf und Körper zusammenarbeiten.
Der Körper hat seine eigene Intelligenz – er verwandelt das Essen, das ihr esst, in die Zellen eures Körpers. Er versorgt die Zellen mit Sauerstoff. Er sendet elektrische Signale über das Nervensystem vom Gehirn zu Muskeln und Sehnen, damit ihr euch bewegen könnt. Der Körper ist eine perfekte Technologie, die arbeitet, ohne dass ihr ihm detaillierte Anweisungen gebt. In jeder Millisekunde laufen unzählige Prozesse ab, über die ihr nicht nachdenkt. In diesem Licht können wir den Körper wie ein Kind betrachten, um das man sich kümmern muss und das euch selbst sagt, was es braucht. Er weiß am besten, was ihm guttut und was ihn auslaugt. Unsere Aufgabe ist es, ihm aufmerksam zuzuhören.

Der Weg ist das Ziel – experimentiert und optimiert
Keto, Paleo, Low Carb, Vegetarismus, Veganismus, Rohkost, mediterrane Ernährung,… Es gibt unglaublich viele Zugänge zum eigenen Lebensstil – aber welchen soll man wählen? Die einfache Antwort lautet: den, der euch am besten passt und euch guttut. Das sagt sich leicht, in die Praxis umzusetzen ist es oft schwierig. Für den Anfang könnt ihr euch von den einfachen fünf Regeln für mehr Energie inspirieren lassen, und es genügt, wenn ihr nur eine davon anwendet, diese dafür richtig.
Eine weitere Möglichkeit ist, euer Leben als Experiment zu begreifen. Ihr seid zugleich Forscher, Labor und die bunten Substanzen, mit denen gearbeitet wird. Zieht euch den imaginären weißen Kittel an, und los geht’s:
- Beginnt mit einer Selbsteinschätzung: Legt das Ego beiseite und schätzt objektiv ein, wo ihr steht, was ihr in eurem Alltag gut macht und was euch weniger gut gelingt. Es ist eine Übung für euch selbst, aber geht mit euch um wie mit der besten Freundin oder dem besten Freund. Damit wollen wir sagen: Verurteilt euch nicht und gebt nicht nur der inneren Kritikerin, sondern auch der inneren Cheerleaderin Raum – beiden zu gleichen Teilen und mit mitfühlendem Verständnis.
- Klärt eure Ziele: Wie sieht euer idealer Alltag aus? Was wollt ihr damit erreichen? Schreibt auf, was euch auf der Zielgeraden erwarten soll. Setzt euch keine Grenzen und visualisiert ein Ideal, das beliebig weit entfernt sein darf.
- Findet die Balance: Wenn ihr eure wilden Ziele habt, ist es Zeit, sie etwas zu erden, damit sie euch nicht abschrecken. Versucht, eine Balance zwischen dem Erreichen eines für euch guten Gewichts und eurem allgemeinen Wohlbefinden zu finden. Welches Ziel würde beides erfüllen?
- Berücksichtigt eure persönlichen Voraussetzungen: Gibt es Unverträglichkeiten, Veranlagungen oder andere Dinge, mit denen ihr lebt und die ihr berücksichtigen müsst? Macht eine Inventur eures körperlichen Zustands.
- Wählt die Bereiche aus, auf die ihr euch konzentrieren wollt, und informiert euch darüber: Welches der Ziele oder welche der Herausforderungen, die vor euch liegen, hätte den positivsten Einfluss auf euer Leben? Ihr werdet sicher nicht alles auf einmal optimieren – ordnet sie nach Prioritäten und arbeitet eines nach dem anderen ab. Recherchiert im Internet oder bei Fachleuten, welche Lösungswege es für eure gewählte Herausforderung als erstes Experiment gibt.
- Vermeidet Extreme: Die äußersten Pole des Spektrums sind nicht durchzuhalten. Wenn ihr euch stark zu Zucker hingezogen fühlt und euch sehr kohlenhydratreich ernährt, wird es schwieriger, von einem Tag auf den anderen und vor allem langfristig auf einen Keto-Ansatz umzusteigen. Gebt euch Raum und wählt zu Beginn einen Zugang, den ihr leichter einhalten könnt. Vergesst nicht, euch zumindest in Gedanken für jeden kleinen Erfolg bei der Umsetzung positiver Veränderungen anzuerkennen, und geht langsam vor. Ihr wollt dem Körper, diesem eigenständigen bewussten Wesen, ja keinen Schock versetzen. Schrittweise, sanft und mit Respekt vor euch selbst.
- Fügt Lebensmittel hinzu, die euch guttun, und lasst weg, was euch auslaugt: Versuch und Irrtum. Wenn die Richtung gewählt ist, ist es Zeit, die einzelnen Lebensmittel und ihren Einklang mit euren Zielen anzuschauen. Wichtig ist, bewusst zu essen und zu lernen, ihre Wirkung auf euren Organismus zu beobachten. Die Logik ist klar – mehr von dem, was euch guttut, weniger von dem, was euch nicht guttut. Wertet die einzelnen Schritte aus und optimiert, bis ihr euer Ziel erreicht habt. Dann geht zum nächsten über, wieder in Form von Versuch und Irrtum, und immer weiter…

Bewusstes Essen als Werkzeug, um auf den eigenen Körper zu hören
Zu Hause und in der Schule haben wir vieles gelernt, aber wie man richtig isst, steht selten auf dieser Liste. Es ist nie zu spät, das Versäumte nachzuholen – deshalb sprechen wir darüber, wie man Essen für eine gute Verdauung zu sich nimmt. Probiert diese Schritte am Wochenende aus, wenn ihr genug Zeit und Ruhe habt und in Stille essen könnt. Nehmt es als Experiment mit Meditation und als Raum, etwas Neues über euch zu lernen. Beim ersten Mal funktioniert es am besten, wenn ihr nicht hungrig wie ein Wolfsrudel seid; wendet bewusstes Essen dann nach und nach immer öfter an, bis es zur Gewohnheit wird – unabhängig vom Zustand eures Magens und eures Kopfes.
Schritt 0: Bevor ihr zu essen beginnt, werdet langsamer.
Eliminiert Störfaktoren – schaltet Fernseher, Radio und Musik aus und legt das Handy weg. Schließt die Augen und konzentriert euch auf euren Atem, den ihr vertieft und bis in den Bauch zieht. Der parasympathische Teil eures autonomen Nervensystems schaltet sich ein, und der Körper kommt in den Ruhemodus. Je ruhiger der Körper, desto ruhiger der Geist. Je ruhiger der Geist, desto klarer könnt ihr auf euren Körper hören. Der Teller steht vor euch, das Essen läuft euch in dieser einen Minute nicht davon.
Schritt 1: Bereitet den Körper auf das vor, was ihr essen werdet.
Schaut euch das Essen vor euch an und nehmt seine Farben und Düfte wahr, stellt euch Geschmack und Textur vor. Welche Gefühle löst das in euch aus? Läuft euch das Wasser im Mund zusammen, oder nehmt ihr das Essen nur als „etwas, das ich in mich hineinstopfe, damit ich keinen Hunger habe“ wahr? Freut euch der Anblick des angerichteten Tellers oder stößt er euch ab? Beobachtet das einfach, bis wir zum nächsten Schritt übergehen.
Schritt 2: Beginnt langsam und neugierig zu essen.
Nehmt den ersten Bissen in den Mund und legt das Besteck ab, damit ihr nicht in Versuchung geratet, gleich den nächsten aufzunehmen. Beginnt zu kauen und spürt Textur, Temperatur und die Mischung der Aromen. Sind sie so, wie ihr sie euch in Schritt 1 vorgestellt habt? Bewegt den Bissen im Mund und kaut ihn ruhig 20-30 Mal. Die Verdauung beginnt im Mund mit dem Vermischen der Nahrung mit Speichel. Je besser das Essen gekaut ist, desto besser verdaut ihr es. Wenn ihr hungrig seid, neigt ihr dazu, das Essen in euch hineinzuschlingen. Versucht, diese Impulse zu überwinden und zu steuern – ein Bissen nach dem anderen.
Schritt 3: Achtet darauf, welche Gefühle das Essen in euch auslöst.
Erkennt ihr den Geschmack hochwertiger Lebensmittel gegenüber ihren billigen und nährstoffärmeren Alternativen? Welche Gefühle bringt euch dieses Essen? Vielleicht Freude, vielleicht Nostalgie, vielleicht überwindet ihr euch. Schmeckt es wie echtes Essen, oder schmeckt ihr künstliche Zusätze? Wenn euch das Essen nicht schmeckt, was fehlt ihm? Könnt ihr etwas ergänzen, damit es euch schmeckt? Wenn euch nichts einfällt und eure Abneigung wächst, hört auf zu essen. Es ist ein Zeichen eures Körpers, dass er das nicht möchte. Respektiert ihn.
Schritt 4: Hört auf zu essen, wenn ihr satt seid.
Wenn ihr langsam esst, seid ihr schneller satt. Ihr müsst nicht alles essen, was auf dem Teller liegt. Lernt zu hören, wann euer Körper STOPP sagt. Dahinter steckt eine ganze Wissenschaft, die wir uns im nächsten Teil dieser Artikelserie genauer ansehen.
Schritt 5: Nehmt die Wirkung des Essens auf euren Körper 2-3 Stunden nach dem Verzehr wahr.
Versucht, direkt nach dem Essen nichts zu trinken, um den Magensaft nicht zu verdünnen und beobachten zu können, wie ihr das Gegessene verdaut. Eine Sache ist es, Lebensmittel beim Essen wahrzunehmen, eine andere, wahrzunehmen, wie wir sie verdauen. Habt ihr noch Lust auf einen süßen Abschluss, oder spürt ihr, dass euer Körper alles bekommen hat, was er brauchte? Fühlt ihr euch nach dem Essen wach und voller Energie oder eher träge und hättet am liebsten ein Nickerchen? Beobachtet eure Gefühle und die Vorgänge im Verdauungstrakt.

Lernt euren Körper über Daten kennen
Manchmal spart ihr euch viel Zeit, Energie und Geld, wenn ihr eine gute Grundlage zum Experimentieren habt. Wenn ihr wisst, dass ihr Höhenangst habt, springt ihr nicht aus einem Flugzeug, nur um es zu bestätigen. Ein ähnliches Prinzip gilt bei der Auswahl von Lebensmitteln – bei Zutatenkombinationen ist es allerdings schwieriger, die eine Sache zu bestimmen, die euch nicht bekommt. Heute könnt ihr aus einer Vielzahl von Tests schöpfen, die eure Auswahl eingrenzen.
Bei jeder Vorsorgeuntersuchung bei eurer Hausärztin wird euch Blut zur Analyse abgenommen. Investiert in erweiterte Tests und ermittelt gegen einen kleinen Aufpreis neben den Basiswerten auch den Mineralstoff- und Vitaminstatus. So erfahrt ihr, ob ihr Nahrungsergänzungsmittel wirklich braucht, und die Ärztin oder der Arzt berät euch, welche Anpassungen im Lebensstil für euch sinnvoll sind.
Ein weiteres gutes Werkzeug ist ein DNA-Test, in dem Informationen über Veranlagungen und Unverträglichkeiten gespeichert sind. Aus der DNA können Labore euch helfen, über die Analyse der Verstoffwechselung einzelner Makro- und Mikronährstoffe einen guten Weg zu einem für euch passenden Gewicht zu finden. Sie können einschätzen, welche sportlichen Aktivitäten den natürlichen Vorlieben eures Körpers am besten entsprechen. Sie zeigen euch außerdem eure genetische Reaktion und Empfindlichkeit in Bezug auf Stress, Schlaf und Charaktereigenschaften, was euch hilft, alltägliche Herausforderungen zu meistern und mehr Energie für das Erreichen eurer Ziele und einen langfristig guten Lebensstil zu haben.
Ihr könnt außerdem euer Mikrobiom testen lassen und damit die Qualität eures Darms. Dass ihr nährstoffreiches Essen zu euch nehmt, bedeutet nicht, dass euer Körper alle Stoffe aufnimmt. Ein Mikrobiom-Test misst Menge und Art der Mikroben wie Bakterien und Viren, die in der Forschung im Zusammenhang mit Verdauung, Wohlbefinden und Haut diskutiert werden. Zugleich können sie auf ein Ungleichgewicht im Darm hinweisen, und diese genauen Zusammenhänge lassen sich nur durch Tests verstehen.
Zusammenfassung zum Schluss
Wir haben kein Patentrezept für euch, glauben aber, dass wir euch eine Anleitung gegeben haben, wie ihr euch selbst einen Lebensstil nach euren Vorlieben und persönlichen Zielen zusammenstellen könnt. Vieles beginnt im Kopf und in einem bewussten Zugang zur Auswahl von Lebensmitteln. Powerlogy Produkte werden aus erstklassigen Zutaten hergestellt, mit dem Ziel, ein Angebot auf den Markt zu bringen, das schmeckt. Wenn ihr sie mit einem bewussten Zugang probiert, seht ihr selbst, wie sie euch bekommen.
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